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Neues Projekt: Die Veronika-Stiftung hilft Demenzkranken

Die Zahlen rütteln auf: Bereits heute leben in Deutschland 1,4 Millionen Menschen mit Demenz. Zukünftig werden es noch deutlich mehr werden. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass die Zahl der über 65-Jährigen weiter wächst. Mit dem zunehmenden Alter steigen auch die Wahrscheinlichkeiten für Pflegebedürftigkeit und Demenzerkrankungen. Damit kommt eine große gesellschaftliche Herausforderung auf uns zu, die wir mit den heutigen gesetzlichen Versorgungsangeboten nicht annähernd bewältigen können.

Mehr Demenz-Kompetenz

Deshalb hat sich die Veronika-Stiftung entschlossen, die „Anlaufstelle für Demenz und Lebensqualität“ (kurz: ADELE) ins Leben zu rufen. Sie soll am Standort Reutlingen Orschel-Hagen zusammen mit der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung über fünf Jahre hinweg zu einem Kompetenzzentrum für Demenz ausgebaut werden. Hier sollen die Versorgungssituation geprüft, mögliche Veränderungen angedacht und Entlastungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Es geht auch um die Sensibilisierung von Verantwortlichen im Gemeinwesen, in Vereinen, Vereinigungen und Kirchengemeinden.

Eine Krankheit, die alles verändert

Die Folgen von Demenz sind drastisch und stellen neben Betroffenen, Angehörigen und Pflegekräften auch das gesamte Umfeld vor viele Herausforderungen. Bei Menschen mit Demenz verändert sich die Wahrnehmung der Realität. Neben dem Verlust des Kurz- und/oder Langzeitgedächtnisses haben Kranke zunehmend Schwierigkeiten, sich zu orientieren. Sie verlassen ihre Einrichtung und wandern ziellos herum. Zusätzlich zeigen sie oft wechselhaftes und unvorhergesehenes Verhalten.

Hilfe für alle, die sie brauchen

Die ADELE möchte mit ihrer Arbeit die Persönlichkeit der Kranken erhalten und sich dabei an den sozialen, religiösen, spirituellen, psychischen und physischen Bedürfnissen der einzelnen Personen orientieren. Dafür gibt es unter anderem Begegnungsräume und Qualifizierungsmaßnahmen für Pflegepersonal. Projektleiterin Marion Santin betont aber, dass ADELE nicht nur Ansprechpartner für Pflegekräfte und die Kranken selbst sein möchte, sondern auch für deren Angehörige, für Nachbarn, Freunde und Bekannte. Zu diesem Zweck werden Beratung und quartierbezogene Maßnahmen angeboten, um die Lebensqualität sowohl für Demenzkranke selbst als auch für deren Umfeld zu steigern.

ADELE als Vorbild für andere Standorte

Es entsteht ein Kompetenzzentrum, das den Umgang mit Demenz so umfassend wie möglich denkt und auf diese Weise auch für andere Standorte beispielhaft sein kann. Der Stellenwert, den die Krankheit in unserer Gesellschaft einnimmt, wird weiter wachsen. Mit der ADELE ergreift die Veronika-Stiftung die Initiative und setzt sich aktiv dafür ein, dass auch mit Demenz Lebensqualität erhalten werden kann.

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